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Wir kämpfen zusammen mit den Altglienickern um unser Wasserwerk.
Der Abrissantrag ist vom Tisch.
Das Wasserwerk ist seit Oktober 2014 zum Verkauf ausgeschrieben.
Unser Verein will, das das Wasserwerk als Denkmal erhalten, saniert und eine öffentliche Nutzung für die Bürger von Altglienicke ermöglicht wird.

Das Wasserwerk

Die Gebäude des Wasserwerks liegen an der Straße "Am Pumpwerk" nahe der Straße "Am Falkenberg". Sie bilden ein einheitliches um einen rechteckigen Hof angeordnetes Architekturbild, das aus dem Maschinenhaus als größtem Zentralem Gebäude, dem kleineren Rieseler-Gebäude, einem großen und einem kleinen Wohnhaus sowie dem unterirdischen Wasserspeicher mit seinen Eingangshäuschen besteht. Die Fassaden wurden im Stil der märkischen Bachsteingotik gestaltet. Die Fronten sind durch einen kontrastreiche Farb- und Meterialwechsel von weißen Putzspiegeln und roten Ziegelgliederungen geprägt, so dass sich die Gebäude malerisch ins Grün der umgebenden Landschaft einfügen.

Die Wohngebäude wurden noch bis Anfang der 90er Jahre genutzt und sogar mit erheblichem finanziellem Aufwand denkmalerecht saniert. Dächer wurden erneuert, Fenster ersetzt, Fassaden saniert und die Elektrik modernisiert. Danach wurde jedoch aus Wasserschutzgründen die Wohnnutzung untersagt, die Gebäude verschlossen und das gesamte Gelände am Pumpwerk für die Öffentlichkeit gesperrt und verlassen. Im Jahr 1999 entfernten die Berliner Wasserbetriebe die Brunnen, so dass eine Wiederinbetriebnahme der technischen Einrichtungen in der bestehenden Form ausgeschlossen war. Im selben Jahr stellten die Wasserbetriebe einen Abrissantrag, dem der Bezirk formal zugestimmt hat, der jedoch von der Denkmalbehörde gestoppt wurde.

Nachdem Altglienicker Bürger im Frühjahr 2003 entdeckt hatten, dass die Türen des Wasserwerks und der Wohngebäude aufgeschlossen und mehrere Fenster entfernt worden waren, und damit das Baudenkmal und der sehr gute Zustand der Gebäude nach der Sanierung nochmals der Öffentlichkeit bekannt wurde, begannen vielfältige Versuche und Aktivitäten des daraufhin gegründeten Vereins Wasserwerk Altglienicke e.V. in Zusammenarbeit mit den Bürgern und kommunalen Politikern mit dem Ziel zur Sicherung und Erhaltung.

Leider wurden die Gebäude trotz sofortiger Information der Wasserbetriebe erst mehrere Wochen später gesichert. In der Zwischenzeit wurden die Gebäude komplett geplündert und vieles zerstört. Besonders schmerzlich ist der Verlust von ca. 40 Metern einer Fliesenbordüre im Jugendstil aus dem Maschinenhaus, auf der eine weiße Lilie, die Blume der Reinheit, abgebildet war. Nur dieses allerletzte, aus Bruchstücken zusammengesetztes Muster konnte der Verein "Wasserwerk Altglienicke e.V." retten.
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